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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Das Haupt der Medusa“

Der Moment nach der Enthauptung ist eingefroren: Medusa scheint ihr eigenes Ende noch wahrzunehmen, während die Schlangen auf ihrem Kopf weiterzüngeln. Caravaggio verwandelt ein antikes Schreckbild in eine Studie über Entsetzen und Ausdruck.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1598 in Rom für Kardinal Francesco Maria del Monte, der es als diplomatisches Geschenk an Großherzog Ferdinando I. de' Medici nach Florenz sandte. Caravaggio malte in Öl auf Leinwand, die über einen gewölbten Holzschild gespannt ist. Es handelt sich um die zweite Fassung des Motivs; eine erste befindet sich in Privatbesitz. Heute gehört "Das Haupt der Medusa" zur Sammlung der Uffizien.

Bildkomposition und Details

  • Illusion: Obwohl der Schild gewölbt ist, wirkt der Kopf wie vor einer ebenen Fläche und wirft einen Schatten auf den grünen Grund.
  • Mimik: Hochgezogene Brauen, aufgerissene Augen und der offene Mund zeigen Schock und Schmerz zugleich.
  • Schlangenhaar: Die grau-braunen Schlangen winden sich in alle Richtungen und bilden einen unruhigen Kranz.
  • Rahmung: Ein ornamentierter dunkler Rand fasst die runde Bildfläche ein.

Bedeutung

Als Schildbild knüpft das Werk an die antike Vorstellung an, dass Medusas Blick Feinde versteinert, und zeigt Caravaggios frühes Interesse an extremen Gefühlszuständen.

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