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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Das Martyrium der heiligen Ursula“

Die Tat ist bereits geschehen, als der Blick auf die Szene fällt: Ursula betrachtet fast gelassen ihre Wunde, während der Hunnenkönig mit offenem Mund innehält. Caravaggio verdichtet das Martyrium auf einen einzigen Moment der Erkenntnis.

Entstehungshintergrund

Der Genueser Fürst Marcantonio Doria gab das Bild in Auftrag; Caravaggio malte es im Frühjahr 1610 in Neapel in Öl auf Leinwand. Es gilt als sein letztes nachweisbares Werk, denn der Maler starb im Juli desselben Jahres. Heute gehört „Das Martyrium der heiligen Ursula“ zur Sammlung der Intesa Sanpaolo und ist im Palazzo Zevallos Stigliano in Neapel ausgestellt.

Bildkomposition und Details

  • Figuren: Fünf Gestalten drängen sich dicht aneinander, vom König links bis zum gerüsteten Soldaten am rechten Rand.
  • Farbe: Das Rot des Mantels der Heiligen antwortet auf das Rot im Gewand des Königs und verbindet Täter und Opfer.
  • Rüstung: Der goldene Brustharnisch mit Löwenkopf fängt das Licht und hebt sich vom dunklen Grund ab.
  • Selbstbildnis: Der Mann mit erhobener Hand hinter Ursula wird häufig als Porträt Caravaggios gedeutet.

Bedeutung

Das Spätwerk zeigt Caravaggios reduzierte, fast monochrome Malweise der letzten Jahre, in der wenige Lichtakzente die gesamte Dramatik tragen.

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