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Weitere Informationen zu: Caravaggios „David mit dem Haupt des Goliath“

Kein Triumph, sondern Ernst liegt im Blick des jungen Siegers. Mit der einen Hand stützt er das Schwert auf der Schulter, mit der anderen präsentiert er das Haupt des Goliath, das beinahe aus dem Bild ragt.

Entstehungshintergrund

Die Wiener Fassung des Themas ist in Öl auf Pappelholz gemalt, was bei Caravaggio ungewöhnlich ist. Die Datierung schwankt in der Literatur zwischen etwa 1600 und 1607. Das Gemälde befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien; eine weitere berühmte Fassung von "David mit dem Haupt des Goliath" bewahrt die Galleria Borghese in Rom.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: David steht in leichter Drehung, der ausgestreckte rechte Arm führt den Blick zum Haupt am rechten Bildrand.
  • Gewand: Das weiße, über die Schulter geschlungene Hemd und die ockergelbe Hose leuchten vor dem Dunkel.
  • Goliath: Das bärtige Haupt mit halb geöffnetem Mund ist nahsichtig und ohne Beschönigung wiedergegeben.
  • Hintergrund: Der fast schwarze Grund lässt die Figur reliefartig hervortreten.

Bedeutung

Das Bild zeigt, wie Caravaggio biblische Heldengeschichten in stille, menschlich greifbare Augenblicke übersetzte.

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