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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Der Tod Mariens“

Keine Engel, keine Wolken, kein Himmelslicht: Caravaggio zeigt den Tod der Gottesmutter als menschlichen Verlust. Die Trauer der Apostel und der zusammengesunkenen Magdalena füllt den dunklen Raum.

Entstehungshintergrund

Das Altarbild wurde 1601 von dem Juristen Laerzio Cherubini für seine Kapelle in Santa Maria della Scala in Rom bestellt und um 1605/06 vollendet. Die Karmeliter wiesen das großformatige Gemälde in Öl auf Leinwand zurück. Über Mantua gelangte es in die Sammlung König Karls I. von England und später Ludwigs XIV.; heute hängt "Der Tod Mariens" im Musée du Louvre in Paris.

Bildkomposition und Details

  • Vorhang: Das mächtige rote Tuch nimmt fast das obere Drittel ein und schafft eine theatralische Bühne.
  • Maria: Ihr Körper liegt quer im Bild, die nackten Füße ragen über die Bahre hinaus, ein feiner Nimbus umgibt ihren Kopf.
  • Apostel: Die Männer stehen in einer dichten Gruppe, ihre Gesten reichen von stillem Gebet bis zu verzweifelter Klage.
  • Licht: Ein Lichtstrahl von links oben trifft Marias Gesicht und die kahlen Köpfe der Apostel.

Bedeutung

Das Werk gilt als Schlüsselbild des Naturalismus Caravaggios und löste schon zu seiner Zeit heftige Debatten über Würde und Wirklichkeit in der religiösen Malerei aus.

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