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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Der ungläubige Thomas“

Kein Heiligenschein, keine Engel: Caravaggio zeigt vier Männer, deren Blicke sich auf einen einzigen Punkt richten. Der Finger des Thomas in der Seitenwunde macht den Zweifel und seine Überwindung buchstäblich greifbar.

Entstehungshintergrund

Das Bild in Öl auf Leinwand entstand um 1601 in Rom und gelangte in die Sammlung des Marchese Vincenzo Giustiniani, eines der wichtigsten Förderer des Malers. Mit der Sammlung Giustiniani wurde es 1815 in Paris für Preußen erworben. Heute hängt „Der ungläubige Thomas“ in der Bildergalerie von Sanssouci in Potsdam; die Szene folgt dem Bericht im Johannesevangelium.

Bildkomposition und Details

  • Gruppe: Die Köpfe von Thomas und zwei weiteren Aposteln bilden mit dem Haupt Christi eine eng geschlossene, rautenförmige Figur.
  • Geste: Christus zieht mit der Linken das Tuch zurück und führt mit der Rechten die Hand des Apostels.
  • Licht: Ein scharfes Streiflicht von links modelliert Haut, Falten und die zerfurchten Stirnen.
  • Realismus: Die aufgerissene Naht an der Schulter des Thomas zeigt Caravaggios Blick für das Alltägliche.

Bedeutung

Das Werk gehört zu den meistkopierten Bildern Caravaggios und prägte die Darstellung dieses Themas im 17. Jahrhundert nachhaltig.

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