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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Der Zahnbrecher“

Schmerz, Neugier und ein wenig Schadenfreude liegen in den Gesichtern der Umstehenden. Die Szene zeigt einen fahrenden Zahnbrecher bei der Arbeit und macht den Betrachter selbst zum Teil des Publikums.

Entstehungshintergrund

Das undatierte Gemälde in Öl auf Leinwand wird Caravaggio zugeschrieben; viele Forscher setzen es in seine späten Jahre um 1608/09, andere sehen darin das Werk eines Nachfolgers. Heute gehört „Der Zahnbrecher“ zum Bestand der Galleria Palatina im Palazzo Pitti in Florenz.

Bildkomposition und Details

  • Zentrum: Der Zahnbrecher packt den Kopf des Patienten, dessen gespreizte Hand den Schmerz unmittelbar ausdrückt.
  • Zuschauer: Junge und alte Gesichter umringen den Tisch, vom Kind vorn links bis zur alten Frau mit weißem Kopftuch rechts.
  • Stillleben: Ein Kästchen, eine Kanne und eine kleine Flasche auf der Tischdecke deuten auf das Handwerk des Heilers.
  • Licht: Ein seitliches Licht hebt Gesichter und Hände aus dem nahezu schwarzen Hintergrund.

Bedeutung

Als eine der wenigen Genreszenen, die mit Caravaggios Spätwerk in Verbindung gebracht werden, ist das Bild ein wichtiges Zeugnis für die Wirkung seines Realismus auf die Volksszenen des 17. Jahrhunderts.

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