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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die büßende Magdalena“

Kein dramatisches Geschehen, keine Gesten des Wehklagens: Caravaggio zeigt die Reue Maria Magdalenas als leisen, inneren Vorgang. Die junge Frau scheint ganz in sich versunken, der Betrachter blickt beinahe unbemerkt auf sie herab.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde entstand um 1596 bis 1598 in Rom, in Caravaggios früher Schaffensphase, und ist in Öl auf Leinwand gemalt. Der Biograf Giovan Pietro Bellori berichtet, der Maler habe ein junges Mädchen in seiner Kammer gemalt und das Bild erst durch die Attribute zur Magdalena gemacht. Heute gehört es zur Galleria Doria Pamphilij in Rom.

Bildkomposition und Details

  • Blickwinkel: Die leicht erhöhte Perspektive lässt die Figur klein und verletzlich im leeren Raum erscheinen.
  • Attribute: Perlenkette, Goldschmuck und ein Salbgefäß aus Glas liegen verstreut auf dem Boden.
  • Licht: Ein schräger Lichtstreifen oben rechts teilt die Wand und führt den Blick zur Figur.
  • Kleidung: Das weiße Hemd, das grau-weiß gemusterte Kleid und der orangebraune Umhang sind in feinen Abstufungen gemalt.

Bedeutung

"Die büßende Magdalena" gilt als frühes Beispiel für Caravaggios Naturalismus, der religiöse Themen in die Alltagswelt seiner Zeit überträgt.

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