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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die Enthauptung Johannes des Täufers“

Kein Tumult, keine Menge: Caravaggio zeigt die Hinrichtung des Täufers als stillen, beklemmenden Vorgang in einem kahlen Hof. Die gewaltige Leinwand lässt den Raum fast leer und rückt die kleine Figurengruppe umso stärker ins Bewusstsein.

Entstehungshintergrund

Caravaggio schuf das Werk 1608 in Valletta, wo er kurz zuvor in den Malteserorden aufgenommen worden war. Es entstand für das Oratorium der Konventskirche des Ordens, der heutigen St. John's Co-Cathedral, und hängt noch immer dort. Mit 361 × 520 cm ist das Gemälde in Öl auf Leinwand sein größtes Werk; im Blut am Boden steht seine einzige bekannte Signatur.

Bildkomposition und Details

  • Raum: Mauerwerk, Torbogen und Fenster gliedern die Architektur streng und lassen die rechte Bildhälfte weitgehend leer.
  • Gruppe: Henker, Aufseher, junge Frau und alte Frau bilden einen Halbkreis um den am Boden liegenden Täufer.
  • Farbe: Das Rot des Mantels ist der einzige kräftige Farbton im gedämpften Braun und Ocker des Hofes.
  • Zeugen: Zwei Gefangene blicken durch das Gitterfenster und spiegeln die Rolle des Betrachters.

Bedeutung

Das Bild gilt als eines der Hauptwerke des Barock und zeigt Caravaggios Fähigkeit, Gewalt ohne Pathos, dafür mit großer Ernsthaftigkeit darzustellen.

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