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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die Inspiration des heiligen Matthäus“

Zwischen Himmel und Erde entsteht ein stiller Dialog: Oben zählt der Engel an den Fingern ab, unten lauscht der Evangelist mit gespannter Aufmerksamkeit. Der kippelnde Hocker verrät, wie plötzlich ihn die Eingebung ereilt hat.

Entstehungshintergrund

Das Altarbild entstand 1602 für die Cappella Contarelli in der Kirche San Luigi dei Francesi in Rom, wo es bis heute über dem Altar hängt. Eine erste Fassung, die Matthäus als ungelenken Bauern zeigte, wurde abgelehnt und ging später in Berlin im Zweiten Weltkrieg verloren. Caravaggio malte daraufhin diese zweite Fassung in Öl auf Leinwand.

Bildkomposition und Details

  • Engel: In weiße Tücher gehüllt, schwebt er diagonal von oben herab.
  • Gestik: Der Engel zählt an seinen Fingern, Matthäus hält die Feder bereit.
  • Hocker: Der über die Bühnenkante ragende Schemel scheint in den Raum des Betrachters zu kippen.
  • Farbe: Das Orange des Gewands leuchtet vor dem dunklen, fast leeren Grund.

Bedeutung

Gemeinsam mit der Berufung und dem Martyrium bildet "Die Inspiration des heiligen Matthäus" den berühmten Matthäus-Zyklus der Contarelli-Kapelle.

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