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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die Rosenkranzmadonna“

Ein schwerer roter Vorhang, eine Säule und ein Kreis von Heiligen und Gläubigen: Caravaggio inszeniert die Übergabe des Rosenkranzes wie eine Szene auf einer Bühne. Die ausgestreckten Hände der Knienden bilden den bewegten Mittelpunkt des Bildes.

Entstehungshintergrund

Das Altarbild in Öl auf Leinwand entstand vor 1607, vermutlich in Neapel; der ursprüngliche Auftraggeber ist nicht gesichert. Flämische Maler, unter ihnen Peter Paul Rubens, kauften das Gemälde für die Dominikanerkirche in Antwerpen. Seit 1781 in kaiserlichem Besitz, hängt "Die Rosenkranzmadonna" heute im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Bildkomposition und Details

  • Aufbau: Maria und das Kind bilden die Spitze einer Pyramide, die über Dominikus bis zu den Knienden am unteren Bildrand reicht.
  • Vorhang: Das leuchtend rote Tuch rahmt die Szene oben und verleiht ihr feierliche Größe.
  • Gläubige: Nackte Fußsohlen und schlichte Kleider zeigen einfache Menschen, wie Caravaggio sie bewusst ins Altarbild holte.
  • Stifter: Links blickt ein Mann mit Halskrause direkt aus dem Bild und verbindet die Szene mit dem Betrachter.

Bedeutung

Das Werk zählt zu den großen Altarbildern aus Caravaggios später Zeit und zeigt, wie er Andacht und Alltag in einem Bild vereinte.

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