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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die sieben Werke der Barmherzigkeit“

Straßenleben und himmlische Erscheinung prallen in diesem Altarbild unmittelbar aufeinander. Während oben Engel und Madonna aus dem Dunkel herabstoßen, spielt sich unten das Handeln einfacher Menschen ab, beleuchtet von einer einzelnen Fackel.

Entstehungshintergrund

Nach seiner Flucht aus Rom kam Caravaggio 1606 nach Neapel und erhielt dort von der jungen Bruderschaft des Pio Monte della Misericordia den Auftrag für ihr Hochaltarbild. Das Gemälde in Öl auf Leinwand misst rund 390 × 260 cm und befindet sich noch heute in der Kirche der Bruderschaft. "Die sieben Werke der Barmherzigkeit" setzt die im Matthäusevangelium genannten Taten der Nächstenliebe in eine neapolitanische Gasse.

Bildkomposition und Details

  • Himmelszone: Zwei ineinander verschlungene Engel tragen Maria mit dem Kind, ihre Flügel spannen sich über die Szene.
  • Mantelteilung: Links teilt ein junger Mann mit Federhut seinen Mantel mit einem Nackten, der am Boden kauert.
  • Caritas Romana: Rechts nährt eine junge Frau einen alten Gefangenen hinter dem Gitter, eine Szene aus der antiken Überlieferung.
  • Begräbnis: Ein Mann mit Fackel und ein Geistlicher tragen einen Leichnam, von dem nur die Füße sichtbar sind.

Bedeutung

Das Werk gilt als Hauptwerk von Caravaggios neapolitanischer Zeit und prägte die Malerei in Neapel über Jahrzehnte.

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