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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die Wahrsagerin“

Zwei Blicke treffen sich, zwei Hände berühren sich – und doch spielt sich das Entscheidende im Verborgenen ab. Während der junge Mann sich geschmeichelt fühlt, zieht die Wahrsagerin ihm den Ring vom Finger.

Entstehungshintergrund

Caravaggio malte das Thema in den 1590er Jahren in Rom zweimal; eine spätere Fassung befindet sich im Louvre. Die hier gezeigte Version in Öl auf Leinwand entstand um 1596 und kam über die Sammlung Pio di Savoia in die Pinacoteca Capitolina der Kapitolinischen Museen.

Bildkomposition und Details

  • Figuren: Zwei Halbfiguren füllen das Querformat, einander zugewandt und doch mit unterschiedlichen Absichten.
  • Hände: Im Zentrum liegen die ineinandergreifenden Hände, der eigentliche Schauplatz der Geschichte.
  • Kleidung: Federhut, geschlitzte Ärmel und Degen charakterisieren den jungen Mann als eitlen Stutzer.
  • Hintergrund: Die helle, leere Wand lenkt den Blick ganz auf die Begegnung der beiden.

Bedeutung

"Die Wahrsagerin" gilt als eines der frühesten Genrebilder der italienischen Malerei und prägte das Thema für Generationen.

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