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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Johannes der Täufer in der Wildnis“

Kein predigender Prophet, sondern ein verschlossener Jüngling: Caravaggio zeigt Johannes in einem Moment der inneren Einkehr. Die Wildnis ist nur angedeutet durch Blätter, Zweige und einige Pflanzen am Boden.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand entstand um 1604 in Rom, wahrscheinlich im Auftrag des Bankiers Ottavio Costa, der mehrere Werke Caravaggios besaß. Es war vermutlich für ein Oratorium in Conscente in Ligurien bestimmt. Seit 1952 gehört „Johannes der Täufer in der Wildnis“ zum Nelson-Atkins Museum in Kansas City.

Bildkomposition und Details

  • Pose: Die Figur sitzt diagonal im Bild, der Oberkörper vorgeneigt, ein Bein nach vorn gesetzt.
  • Mantel: Das leuchtende Rot umspielt die Gestalt in großen Falten und nimmt fast die halbe Bildfläche ein.
  • Licht: Ein harter Lichtstrahl von links oben lässt Haut und Stoff aus dem dunklen Laub hervortreten.
  • Attribute: Statt des üblichen Kreuzstabs hält Johannes einen schlichten Rohrstab; ein Fell deutet sein Büßergewand an.

Bedeutung

Das Bild gilt als eine der psychologisch eindringlichsten Darstellungen des Täufers im Barock.

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