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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Maria Magdalena in Ekstase“

Die Heilige ist allein mit ihrem Erleben. Aus dem undurchdringlichen Dunkel tauchen nur Gesicht, Schultern und die verschränkten Hände auf, als würde sie von einem inneren Licht erfasst.

Entstehungshintergrund

Nach dem tödlichen Degenkampf im Mai 1606 floh Caravaggio aus Rom und fand Zuflucht auf den Gütern der Familie Colonna in den Albaner Bergen. Dort soll die Komposition entstanden sein, die er vermutlich nach Neapel mitnahm. Das Motiv ist in zahlreichen Fassungen erhalten; die Zuschreibung der hier gezeigten Version in römischem Privatbesitz an Caravaggio selbst ist in der Forschung nicht einhellig anerkannt.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Der zurückgeneigte Kopf und der geöffnete Mund zeigen einen Zustand zwischen Hingabe und Erschöpfung.
  • Hände: Die ineinandergelegten Finger ruhen auf der Brust und bilden den ruhigen Mittelpunkt des Bildes.
  • Farbe: Das Rot des Mantels und das gebrochene Weiß des Hemdes stehen vor einem fast schwarzen Grund.
  • Licht: Der Lichteinfall von rechts oben modelliert Hals und Schulter in weichen Übergängen.

Bedeutung

Das Bild prägte die Darstellung mystischer Verzückung im 17. Jahrhundert und wurde von Caravaggios Nachfolgern vielfach kopiert und variiert.

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