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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Mariä Verkündigung“

Der Engel stößt beinahe von oben ins Bild, während Maria ganz in sich gekehrt verharrt. Zwischen seiner ausgestreckten Hand und ihrem geneigten Kopf spannt sich der Moment der Botschaft.

Entstehungshintergrund

Das großformatige Gemälde in Öl auf Leinwand entstand 1608 und wurde von Herzog Heinrich II. von Lothringen für eine Kirche in Nancy gestiftet. Heute befindet sich die "Mariä Verkündigung" im Musée des Beaux-Arts in Nancy. Sie gehört zu den späten Werken, die Caravaggio in den Jahren seiner Wanderschaft zwischen Neapel, Malta und Sizilien schuf.

Bildkomposition und Details

  • Engel: Auf einer Wolke schwebend, hält er eine Lilie und weist mit dem ausgestreckten Arm auf Maria.
  • Maria: Im blauen Mantel und hellen Schleier kniet sie mit gesenktem Blick, die Hand an der Brust.
  • Raum: Ein Bett mit rotem Tuch, ein einfacher Stuhl und ein Korb mit weißem Stoff genügen als Andeutung ihres Zimmers.
  • Licht: Das Licht fällt von links oben und hebt das Weiß des Engels und das Blau Marias aus dem Dunkel.

Bedeutung

Das Werk zeigt die stille, reduzierte Bildsprache von Caravaggios Spätwerk, in der das Dunkel selbst zum Ausdrucksmittel wird.

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