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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Narziss“

Kaum ein Bild Caravaggios kommt mit so wenigen Elementen aus: ein Jüngling, eine Wasserfläche, ringsum Dunkelheit. Gerade diese Reduktion macht die stille Selbstversunkenheit des Narziss so eindringlich.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand wird um 1598/99 datiert und entstand in Caravaggios römischen Jahren. Die Vorlage liefert Ovids Metamorphosen, in denen Narziss an seiner unerfüllbaren Liebe zum eigenen Spiegelbild zugrunde geht. Die Zuschreibung wurde in der Forschung zeitweise diskutiert; heute zeigen die Gallerie Nazionali di Arte Antica in Rom "Narziss" als Werk Caravaggios.

Bildkomposition und Details

  • Kreisform: Arme, Körper und Spiegelbild verbinden sich zu einem Ring, der den Blick immer wieder zum Zentrum führt.
  • Licht: Ein seitlicher Lichtstrahl trifft Stirn, Schultern und Knie, während der Hintergrund völlig im Dunkel bleibt.
  • Gewand: Die gemusterte helle Weste und die glänzenden Ärmel zeigen Caravaggios Freude an Stoffen.
  • Spiegelung: Das Abbild im Wasser ist dunkler und weicher gemalt und wirkt wie ein zweites, schattenhaftes Ich.

Bedeutung

Das Werk macht aus einem antiken Mythos ein zeitloses Bild über Selbstbetrachtung, Sehnsucht und Vergänglichkeit.

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