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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Nach dem Bade“

In „Nach dem Bade“ verdichtet Edgar Degas eine alltägliche, zugleich höchst private Szene zu einem Bild von stiller Intensität. Die sitzende Frau wirkt nicht inszeniert, sondern in einem unbeobachteten Augenblick festgehalten; genau darin liegt die besondere Spannung des Werks.

Entstehungshintergrund

Das Pastell entstand um 1892 und gehört zu Degas’ späten Arbeiten, in denen er sich immer wieder dem weiblichen Akt und häuslichen Interieurs zuwandte. Die heute in der Neuen Pinakothek in München bewahrte Fassung zeigt, wie souverän der Künstler mit der Pastelltechnik arbeitete: schnelle, griffene Striche treffen auf weich verlaufende Flächen und erzeugen eine dichte, lebendige Oberfläche.

Bildkomposition und Details

  • HaltungDie Figur ist in einer gedrehten, leicht geneigten Sitzposition erfasst, wodurch der Körper als formales Gefüge von Linien und Flächen erscheint.
  • FarbigkeitGedämpfte Beige-, Braun- und Rosétöne bestimmen den Gesamteindruck und unterstreichen die intime, unaufdringliche Stimmung.
  • BlickführungDegas lenkt den Blick auf die Geste des Abtrocknens; Handtuch, Körper und Möblierung greifen ineinander und verdichten die Szene.
  • RaumDie Chaiselongue und der enge Bildausschnitt lassen den Interieur-Charakter bewusst hervortreten und geben der Figur einen beinahe skulpturalen Halt.

Bedeutung

Das Werk zeigt Degas’ besondere Fähigkeit, Bewegung, Körperlichkeit und Beobachtung des Alltäglichen in eine prägnante Form zu bringen. Gerade die Mischung aus Distanz und Intimität macht „Nach dem Bade“ zu einem Schlüsselbild seines Spätwerks.

Beratung und individuelle Anfragen

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