- Originaltitel
- Beethovenfries
- Entstehungsjahr
- 1902
- Technik
- Kaseinfarbe, Blattgold, Halbedelsteine, Perlmutt, Gips, Kohlstift, Pastell und Bleistift auf Stuckgrundierung
- Originalmaße
- 220 × 1.381 cm
Beethovenfries - Gustav Klimt
Der "Beethovenfries" zählt zu den eindrucksvollsten Werken Gustav Klimts und verdichtet Musik, Sehnsucht und Erlösung zu einer symbolreichen Bildfolge. Der hier gezeigte Ausschnitt verbindet ornamentale Linien mit goldglänzenden Flächen und einer feierlichen, fast entrückten Frauenfigur. Klimt entfaltet eine Bildwelt zwischen Traum und Allegorie, in der Körper, Rhythmus und Dekor ineinander übergehen. Die leuchtenden Goldtöne und das tiefe Blau verleihen dem Fragment eine kostbare, zugleich mystische Wirkung.
Entstanden 1902 im Kontext der Wiener Secession und des Beethoven-Frieses zur 14. Ausstellung, gehört das Werk zu Klimts Schlüsselarbeiten des Jugendstils. Die Mischtechnik mit Blattgold, Steinen und zeichnerischen Elementen betont den monumentalen Charakter der ursprünglich für den Ausstellungsraum konzipierten Wandgestaltung. Gerade im Ausschnitt zeigt sich Klimts Fähigkeit, aus einem großen Gesamtkonzept ein eigenständiges, hoch konzentriertes Bild von großer dekorativer Kraft zu formen.