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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Beim Verlassen des Bades“

„Beim Verlassen des Bades“ gehört zu den stillen, zugleich hochgradig modernen Blättern von Edgar Degas. Die Szene zeigt keinen erzählerischen Höhepunkt, sondern einen flüchtigen Augenblick nach dem Bad, in dem Haltung, Geste und Raum zu einer konzentrierten Bildform werden. Gerade diese Zurückhaltung macht den Reiz des Werks aus.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand um 1879/1880, also in einer Phase, in der Degas intensiv mit Druckgrafik experimentierte. Die National Gallery of Art in Washington bewahrt das Werk heute als Beispiel seiner technisch vielschichtigen Arbeitsweise. Mit Radierung, Kaltnadel, Aquatinta und elektrischem Stift verband Degas zeichnerische Präzision mit feinsten Tonwerten und schuf so eine ungewöhnlich lebendige Oberfläche.

Bildkomposition und Details

  • Motiv:Eine Frau ist im Moment des Verlassens des Bades erfasst; die Intimität des Augenblicks steht im Mittelpunkt.
  • Linie und Ton:Degas nutzt zarte Konturen, Schraffuren und weiche Flächen, um Körper und Umgebung voneinander abzusetzen.
  • Blickführung:Die Komposition lenkt den Blick auf die gebückte Haltung und die geschlossene Bewegung der Figur.
  • Farbwirkung:Obwohl grafisch angelegt, entsteht durch die Tonwerte eine helle, zurückhaltende Atmosphäre mit leiser Körperlichkeit.

Bedeutung

Das Werk zeigt Degas’ besonderes Interesse an privaten, unbeobachtet wirkenden Momenten des modernen Alltags. „Beim Verlassen des Bades“ verbindet Beobachtung und Distanz und zählt damit zu den eindringlichen Darstellungen des weiblichen Aktes im Impressionismus.

Beratung und individuelle Anfragen

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