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Weitere Informationen zu: Albrecht Dürers „Der Heilige Georg“

Stephan Paumgartner erscheint bei Dürer als heiliger Ritter von stiller Autorität: aufrecht, konzentriert und mit den Zeichen des Martyriums und des Glaubens ausgestattet. Die Figur wirkt zugleich porträthaft und symbolisch, was dem Bild eine besondere Nähe zwischen individueller Identität und religiöser Rolle gibt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1503 als linker Flügel der Innenansicht des Paumgartner-Altars und gehört in die frühe Nürnberger Phase Albrecht Dürers. Ausgeführt in Öl auf Lindenholz, zeigt es die für den Künstler typische Verbindung aus minutiöser Beobachtung, strenger Form und kontrollierter Farbigkeit. Heute ist das Bild in der Alten Pinakothek in München überliefert und zählt zu den wichtigen Beispielen süddeutscher Renaissance-Altäre.

Bildkomposition und Details

  • Aufrichtung: Die hochformatige Anlage streckt die Figur nahezu monumental nach oben und betont ihre geistige Präsenz.
  • Rüstung: Die sorgfältig gemalte Schutzkleidung verweist auf den Ritterstand und auf den militärischen Charakter des Heiligen.
  • Farbklang: Warme Braun- und Rottöne ordnen die Erscheinung und geben dem Bild trotz aller Detailfülle eine ruhige Einheit.
  • Symbolik: Kreuzesfahne und Heiligenschild verbinden weltliche Würde mit christlicher Bedeutung.

Bedeutung

„Der Heilige Georg“ zeigt, wie Dürer religiöse Bildtradition, Porträt und repräsentative Stifterkultur miteinander verschränkt. Das Werk steht exemplarisch für die geistige Spannung der Renaissance zwischen individueller Erscheinung und überzeitlicher Heilsbotschaft.

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