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Weitere Informationen zu: Giuseppe Arcimboldos „Der Herbst“

Ein Gesicht aus geplatzten Trauben, prallen Kürbissen und reifem Fallobst schaut uns im Profil an – heiter, lebensnah und zugleich rätselhaft. Arcimboldo verdichtet die Ernte eines ganzen Jahres zu einem Bildnis, in dem Stillleben und Porträt untrennbar verschmelzen. Diese doppelte Lesbarkeit macht „Der Herbst“ zu einem der originellsten Gemälde der Kunstgeschichte.

Entstehungshintergrund

Arcimboldo schuf das Werk 1573 als Hofmaler am Kaiserhof, im Auftrag Kaiser Maximilians II. Ausgeführt in Öl auf Leinwand, gehört die Tafel zu einer vierteiligen Serie der Jahreszeiten, die den Wandel der Natur allegorisch darstellt. Sie befindet sich heute im Louvre in Paris und zählt zu den bekanntesten Beispielen des manieristischen Vexierbildes.

Bildkomposition und Details

  • Profilkopf:Der Kopf ist streng im Profil aufgebaut, wie ein klassisches Herrscherbildnis.
  • Farbgebung:Erdige Braun- und Rottöne treffen auf sattes Weinrot und frisches Grün.
  • Materialwitz:Ein Fassreifen wird zum Kragen, Weinlaub zum Haar – Alltagsgegenstände verwandeln sich in Bildelemente.
  • Blickführung:Der Blick wandert von der Traube als Wange zum Kürbis als Ohr und pendelt so zwischen Objekt und Gesicht.

Bedeutung

Das Gemälde feiert die Fülle der Erntezeit und verweist zugleich auf Vertumnus, den Gott der Wandlung, als Sinnbild für Vergänglichkeit und ewigen Naturkreislauf.

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