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Weitere Informationen zu: Vincent van Goghs „Der Sämann bei untergehender Sonne“

Eine riesige Sonne über dem Acker

„Der Sämann bei untergehender Sonne“ (Le semeur au soleil couchant) entstand 1888 in Arles und gehört zu Van Goghs großen Symbolbildern. Eine überwältigend große, gelbe Sonne dominiert die Szene und taucht das Feld in goldenes Licht.

Entstehungshintergrund: Eine Hommage an Millet

Das Motiv des Sämanns begleitete Van Gogh sein ganzes Künstlerleben. Es geht auf seinen großen Vorbildkünstler Jean-François Millet zurück, der das bäuerliche Leben würdevoll darstellte. Van Gogh übernahm das Thema, übersetzte es jedoch in seine eigene, leuchtende Farbsprache.

Bildkomposition und versteckte Details

  • Die monumentale Sonne: Die übergroße, kreisrunde Sonne wirkt fast wie ein Heiligenschein hinter dem Sämann und verleiht der Szene etwas Erhabenes.
  • Komplementärkontrast: Das leuchtende Gelb des Himmels trifft auf das Violett und Blau des Ackers – ein bewusst eingesetzter Farbgegensatz.
  • Der Sämann: Die schreitende Figur, die das Korn ausstreut, steht symbolisch für Aussaat, Hoffnung und den ewigen Kreislauf der Natur.

Bedeutung und Verbleib

Für Van Gogh war der Sämann mehr als ein Bauer: Er verkörperte das Streben nach Sinn und Erneuerung – ein fast religiös aufgeladenes Motiv. Fassungen des Werks befinden sich unter anderem im Kröller-Müller-Museum in Otterlo und im Van Gogh Museum in Amsterdam.

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