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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Die feindlichen Gewalten“

Gustav Klimts „Die feindlichen Gewalten“ gehört zu den prägnantesten Ausschnitten des Beethovenfrieses und verdichtet die düstere Seite seiner symbolistischen Bildsprache. Die Figuren wirken wie eine Chiffre für Bedrohung, Triebhaftigkeit und innere Unruhe; zugleich besitzt die Szene durch Gold, Perlmutt und ornamentale Flächen eine beinahe feierliche Strahlkraft.

Entstehungshintergrund

Das Wandbild entstand 1901 im Umfeld der Wiener Secession, in der Klimt den Beethovenfries für die berühmte Ausstellung zur 14. Ausstellung der Sezession ausarbeitete. Die Technik ist aufwendig und materialreich: Kaseinfarbe, Stuck, Bleistift, Glas, Perlmutt und Goldapplikationen wurden auf Mörtel kombiniert. Heute befindet sich das Werk im Raum des Beethovenfrieses in der Wiener Secession in Wien.

Bildkomposition und Details

  • Figurenkonstellation:Klimt ordnet die Gestalten eng nebeneinander und steigert so die Spannung zwischen Angriff und Abwehr.
  • Materialwirkung:Gold und schimmernde Einlagen brechen die bedrohliche Szene und verleihen ihr einen kostbaren Glanz.
  • Symbolik:Tierhafte und deformierte Züge erinnern an mythische Gegenmächte und moralische Verirrung.
  • Blickführung:Die flächige Anlage lenkt den Blick weniger in den Raum als auf die Oberfläche und das ornamentale Gefüge.

Bedeutung

Das Blatt steht exemplarisch für Klimts Verbindung von moderner Dekoration und existenzieller Bildaussage. „Die feindlichen Gewalten“ zeigt, wie eng im Jugendstil Schönheit, Begehren und Gefahr zusammengedacht werden konnten.

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