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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Die feindlichen Gewalten“

Mit „Die feindlichen Gewalten“ verdichtet Gustav Klimt einen zentralen Abschnitt des Beethovenfrieses zu einer Bildform von großer Spannung. Das Motiv wirkt zugleich mythisch und modern: links die bedrohlich wirkenden Gorgonen, rechts weibliche Allegorien von Verführung und Maßlosigkeit.

Entstehungshintergrund

Das Wandgemälde entstand 1901/1902 für die Wiener Secession und gehört zum Beethovenfries, den Klimt als Beitrag zu einer Ausstellung schuf. Die Technik ist entsprechend ungewöhnlich vielschichtig: Kaseinfarbe, Stuck, Bleistift, Glas, Perlmutt und Gold auf Mörtel verbinden sich zu einer reliefartigen Oberfläche. Heute befindet sich das Werk im Bereich des Belvedere in Wien als Dauerleihgabe an die Wiener Secession.

Bildkomposition und Details

  • Gegenüberstellung: Links und rechts prallen zwei Bildwelten aufeinander, die das Thema von Bedrohung und Verführung klar strukturieren.
  • Mythologische Figuren: Die Gorgonen erscheinen als affenartige Mischwesen und verweisen auf Typhon und die zerstörerischen Kräfte des Mythos.
  • Farbigkeit: Gold, dunkle Töne und helle Hautflächen erzeugen einen harten Kontrast, der die Szene fast iconenhaft verdichtet.
  • Ornament und Material: Perlmutt- und Glaselemente verstärken die Oberfläche und machen Klimts Secessionsstil unmittelbar sichtbar.

Bedeutung

Der Ausschnitt zeigt, wie Klimt in der Wiener Moderne symbolische Inhalte in eine präzis komponierte, dekorativ gesteigerte Bildsprache überführt. „Die feindlichen Gewalten“ ist damit nicht nur mythologische Szene, sondern auch ein Schlüsselwerk des österreichischen Symbolismus.

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