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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Fabel“

„Fabel“ gehört zu den frühen, noch erzählerisch angelegten Arbeiten Gustav Klimts und verbindet Literaturstoff, Tiermotive und eine rätselhafte Frauenfigur zu einem symbolischen Bild. Die ruhige, breit angelegte Komposition wirkt wie eine Szene zwischen Allegorie und Naturbeobachtung und zeigt bereits Klimts Gespür für Stimmung und Bedeutung.

Entstehungshintergrund

Gustav Klimt malte „Fabel“ 1883, in einer Phase, in der er sich noch deutlich an akademischer Malerei orientierte, zugleich aber schon eigenständige Wege suchte. Das Werk wird heute im Wien Museum, Wien, Österreich, verwahrt und ist mit Motiven aus Äsops Fabeln verbunden, besonders „Der Löwe und die Maus“ sowie „Der Fuchs und der Storch“. Die Öltechnik auf Leinwand erlaubt eine sorgfältige Ausarbeitung von Figuren, Tieren und Landschaft.

Bildkomposition und Details

  • Erzählerischer Aufbau:Die Szene entfaltet sich breit im Querformat und führt den Blick von der Frauengestalt zu den Tieren und in die Landschaft hinein.
  • Farbigkeit:Gedämpfte Braun- und Grüntöne bestimmen den Gesamteindruck; sie verleihen dem Bild eine erdige, stille Wirkung.
  • Figuren und Tiere:Mensch und Tier treten nicht als Kontrast, sondern als inhaltlich verknüpfte Elemente einer Fabel auf.
  • Stimmung:Trotz des literarischen Bezugs bleibt die Szene ruhig und kontemplativ, mit einem Hauch von Geheimnis.

Bedeutung

Das Werk zeigt, wie Klimt schon früh mit Sinnbildern und vieldeutigen Erzählungen arbeitete. „Fabel“ ist damit ein wichtiger Vorläufer seiner späteren symbolistischen Bildsprache und seiner ungewöhnlichen Verbindung von Figur, Natur und Bedeutung.

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