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Weitere Informationen zu: Franz Marcs „Fabeltier (Pferd und Hund)“

Franz Marc verbindet in „Fabeltier (Pferd und Hund)“ Naturbeobachtung und symbolische Verdichtung zu einer eigenständigen Bildsprache. Das Blatt wirkt zugleich zart und konzentriert: Tiere, Linien und Farbflächen treten in eine stille, aber gespannte Beziehung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1913, in einer Phase, in der Franz Marc seine Tiermotive immer stärker in Richtung geistiger Chiffren entwickelte. Die Kombination aus Bleistift und Aquarell passt zu seinem zeichnerischen Arbeiten im Umfeld des „Blauen Reiters“; das Blatt gehört heute zur Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart. Marc suchte in dieser Zeit nicht die äußere Naturtreue, sondern eine Bildform, die das Wesen des Tieres erfahrbar macht.

Bildkomposition und Details

  • MotivpaarPferd und Hund sind nicht isoliert, sondern als spannungsvolle Einheit gedacht.
  • LinieDie zeichnerische Kontur gibt den Formen Halt und lässt zugleich Bewegung entstehen.
  • FarbklangDie Aquarellfarben bleiben transparent und unterstützen den Eindruck von Leichtigkeit.
  • StimmungDas Bild verbindet Ruhe mit einer fast mythischen Überhöhung der Tiergestalten.

Bedeutung

„Fabeltier (Pferd und Hund)“ zeigt exemplarisch, wie Franz Marc Tiere als Träger innerer Zustände verstand. Das Werk steht für den expressionistischen Anspruch, über die sichtbare Wirklichkeit hinaus eine seelische Wahrheit zu formulieren.

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