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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Januar“

„Januar“ zeigt eine weibliche Aktfigur als allegorisches Sinnbild für den Monatsbeginn und die Zeit. Gustav Klimt verbindet in diesem Blatt die dekorative Sprache des Jugendstils mit einer klaren Symbolik, die zwischen Frische, Vergänglichkeit und zyklischer Erneuerung schwingt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1901 als Kalenderblatt für die Wiener Zeitschrift „Ver Sacrum“, das zentrale Organ der Secession. Klimt nutzte die Lithographie, um ein Motiv zu schaffen, das sich für den reproduzierbaren Druck ebenso eignete wie für den Anspruch auf künstlerische Eigenständigkeit. Der Zusammenhang mit der Wiener Secession ist dabei entscheidend: Bild und Typografie wurden als modernes Gesamtkunstwerk gedacht.

Bildkomposition und Details

  • Figur:Die stehende Frau bildet das ruhige Zentrum des Blattes und wirkt zugleich idealisiert und fern.
  • Ornament:Linien, Schleifen und symbolhafte Formen rahmen die Gestalt und lösen den Hintergrund in dekorative Flächen auf.
  • Farbigkeit:Helle Töne dominieren; goldene Akzente verleihen dem Blatt eine feierliche, fast zeitlose Aura.
  • Symbolik:Die Verbindung von Akt, Monat und Mythologie macht „Januar“ zu einem Bild über Anfang und Kreislauf der Zeit.

Bedeutung

Das Blatt zeigt exemplarisch, wie Klimt im Umfeld der Wiener Moderne Allegorie und Ornament zu einer neuen Bildsprache verschmolz. „Januar“ ist damit nicht nur ein Kalenderblatt, sondern auch ein kompaktes Manifest des österreichischen Jugendstils.

Beratung und individuelle Anfragen

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