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Weitere Informationen zu: Wenceslaus Hollars „Katharine Furlegerin“

Wenceslaus Hollar zeigt in „Katharine Furlegerin“ ein stilles, konzentriertes Porträt von großer zeichnerischer Genauigkeit. Die Figur tritt dem Betrachter ohne erzählerische Ablenkung entgegen; gerade diese Nüchternheit verleiht dem Blatt seine eindringliche Wirkung.

Entstehungshintergrund

Die Radierung entstand 1646 und gehört zu den Werken, in denen Hollar seine virtuose Beherrschung der Linie demonstriert. Das Blatt ist in der National Gallery of Art in Washington belegt und verweist auf Hollars Nähe zur nordalpinen Porträttradition, insbesondere auf Albrecht Dürer, dessen Bildsprache er hier sichtbar aufgreift.

Bildkomposition und Details

  • Porträtformat:Die streng vertikale Anlage bündelt den Blick auf Kopf und Oberkörper und lenkt die Aufmerksamkeit auf die individuelle Erscheinung.
  • Linienführung:Feine, kontrollierte Radierstriche modellieren Gesicht und Gewand mit großer Präzision und schaffen eine klare Oberflächenstruktur.
  • Tonigkeit:Die zurückhaltende Hell-Dunkel-Abstufung sorgt für plastische Tiefe, ohne die grafische Prägnanz des Blattes zu überlagern.
  • Wirkung:Die ruhige Pose und der schlichte Hintergrund verstärken den Eindruck von Ernsthaftigkeit und zeitloser Präsenz.

Bedeutung

„Katharine Furlegerin“ steht exemplarisch für Hollars Fähigkeit, mit den Mitteln der Radierung ein charaktervolles, zugleich sachlich beobachtetes Bildnis zu schaffen. Das Werk verbindet Renaissance- und Barocktradition und zeigt, wie stark Dürers Erbe im 17. Jahrhundert weiterwirkte.

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