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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Kopf des gestürzten Jockeys“

Die Zeichnung zeigt keinen triumphalen Reitsport, sondern den kritischen Augenblick nach dem Sturz. Edgar Degas konzentriert sich auf den Kopf des Jockeys und verdichtet Bewegung, Spannung und Verletzlichkeit zu einer eindringlichen Studie.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand um 1866 und gehört in Degas’ frühe Auseinandersetzung mit dem Pferderennsport, einem Thema, das ihn in den 1860er-Jahren mehrfach beschäftigte. Die Studie in schwarzer Kreide mit Weißhöhungen auf braunem Papier ist heute in der National Gallery of Art in Washington belegt. Sie diente als Vorarbeit für die größere Komposition „Scene from the Steeplechase: The Fallen Jockey“ und zeigt Degas’ präzises Arbeiten zwischen Beobachtung und kompositorischer Planung.

Bildkomposition und Details

  • Fokussierung:Der Kopf des Reiters ist dicht ins Bild gesetzt und lenkt den Blick unmittelbar auf die dramatische Situation.
  • Linienführung:Verdichtete Kreidestriche modellieren Volumen und Bewegung, ohne die Form vollständig auszumalen.
  • Farbklang:Das braune Papier bildet mit Schwarz und Weiß einen nüchternen, spannungsvollen Tonwertkontrast.
  • Motivwahl:Degas interessiert nicht der Sieg, sondern der prekäre Augenblick des Verlusts von Kontrolle.

Bedeutung

Das Werk zeigt Degas als scharfen Beobachter moderner Freizeit- und Sportkultur. In der Reduktion auf einen einzelnen Kopf wird der ganze körperliche und psychische Ausnahmezustand des Moments spürbar.

Beratung und individuelle Anfragen

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