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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Madame Jeantaud au miroir“

Edgar Degas’ „Madame Jeantaud au miroir“ verbindet Porträt und Interieur zu einer stillen, hochkonzentrierten Beobachtung. Die Figur erscheint nicht als bloßes Abbild, sondern als Teil einer inszenierten modernen Alltagsszene, in der Spiegelung, Kleidung und Haltung miteinander in Beziehung treten.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1875 und gehört in Degas’ produktive mittlere Schaffensphase. Als Ölbild auf Leinwand zeigt es das Interesse des Künstlers an zeitgenössischer Mode, an psychologischer Präsenz und an ungewöhnlichen Blickwinkeln. Heute befindet sich das Original im Musée d’Orsay in Paris, einem zentralen Ort für die Kunst des 19. Jahrhunderts.

Bildkomposition und Details

  • Spiegelmotiv:Die Spiegelung erweitert den Bildraum und lenkt den Blick auf die Beziehung zwischen äußerer Erscheinung und innerer Distanz.
  • Figur und Haltung:Madame Jeantaud sitzt oder steht in einer zurückgenommenen Pose; gerade diese Ruhe verleiht dem Bild seine Spannung.
  • Farbklang:Degas arbeitet mit gedämpften Beige-, Braun- und Schwarztönen, die den modischen Eindruck der Szene elegant zusammenhalten.
  • Alltagswelt:Hut, Kleidung und Interieur verweisen auf die bürgerliche Moderne, die Degas mit besonderer Sensibilität beobachtete.

Bedeutung

„Madame Jeantaud au miroir“ ist mehr als ein Porträt: Es zeigt, wie Degas die flüchtige Erscheinung des Menschen in der modernen Gesellschaft erfasst. Das Werk wirkt zugleich intim und distanziert und gehört zu den feinsten Beispielen seiner psychologisch präzisen Malerei.

Beratung und individuelle Anfragen

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