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Weitere Informationen zu: Vincent van Goghs „La Berceuse (Porträt Madame Roulin)“

Ein tröstliches Bild wie ein Wiegenlied

„La Berceuse“ zeigt Augustine Roulin, die Frau des Postbeamten Joseph Roulin, und entstand Anfang 1889 in Arles. Der französische Titel bedeutet „die Wiegende“ oder „das Wiegenlied“ und verweist auf das tröstliche Wesen des Bildes.

Entstehungshintergrund: Trost nach der Krise

Das Werk entstand kurz nach der schweren Krise, in deren Verlauf sich Van Gogh einen Teil des Ohrs abgetrennt hatte. Die Familie Roulin stand ihm in dieser Zeit treu zur Seite. Van Gogh stellte sich vor, das Bild könne wie ein Wiegenlied wirken – etwa für Seeleute, die es in der Kajüte ihres Schiffes betrachten und sich an Heimat und Mutter erinnert fühlen sollten.

Bildkomposition und versteckte Details

  • Das Wiegenband: Augustine Roulin hält in den Händen ein Seil, mit dem sich eine (nicht sichtbare) Wiege schaukeln lässt – daher der Titel.
  • Der Blumenhintergrund: Eine üppige, ornamentale Tapete aus Blüten und Ranken umgibt die Figur und verstärkt die warme, geborgene Stimmung.
  • Das Triptychon-Konzept: Van Gogh dachte das Bild als Mittelstück, flankiert von zwei Sonnenblumenbildern – wie ein weltlicher Altar.

Bedeutung und Verbleib

Van Gogh schuf fünf Fassungen des Motivs, was seine besondere Wertschätzung unterstreicht. Die Versionen befinden sich heute in bedeutenden Museen, darunter das Kröller-Müller-Museum, das Art Institute of Chicago und das Metropolitan Museum of Art.

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