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Weitere Informationen zu: Anselmo Buccis „Marktende in Sulmona“

Das Blatt zeigt eine unspektakuläre, aber eindringliche Alltagsszene: Frauen auf dem Markt, Hühnerkörbe, ein Hahn am Boden und die leere Weite eines bereits ausklingenden Handelstags. Gerade die Rückenfiguren verleihen „Marktende in Sulmona“ eine besondere Distanz und machen den Blick auf Gesten, Stoffe und den Rhythmus der Gruppe aufmerksam.

Entstehungshintergrund

Anselmo Bucci malte das Werk 1925 in Öl auf Hartfaser, also in einer Technik, die eine feste, glatte Oberfläche und präzise Konturen begünstigt. Das Bild gehört in die 1920er Jahre und zeigt Buccis Interesse an alltäglichen Szenen jenseits des heroischen Historienbilds. Überliefert ist es in Verbindung mit der Sammlung des Museo del Novecento in Mailand.

Bildkomposition und Details

  • Rückenfiguren: Die Frauen sind fast alle von hinten gesehen; das schafft Distanz und lenkt den Blick auf Haltung und Silhouette.
  • Farbklang: Erdfarben, dunkle Röcke und das gelbe Tuch der zentralen Figur bestimmen die Wirkung und bündeln die Komposition.
  • Marktszene: Körbe, Hühner und der Hahn verankern das Bild im konkreten Marktalltag und geben ihm erzählerische Präzision.
  • Raumordnung: Vertikale Linien und die ruhige Staffelung der Figuren verleihen der Szene eine klare, fast monumentale Stabilität.

Bedeutung

Bucci verwandelt einen banalen Marktmoment in ein Bild über Arbeit, Gemeinschaft und stille Erwartung. Die zurückgenommene Komposition und die nüchterne Beobachtung machen die Szene zugleich alltäglich und würdevoll.

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