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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Nach dem Bad (große Fassung)“

Mit „Nach dem Bad“ zeigt Edgar Degas einen privaten, nicht inszenierten Augenblick weiblicher Körperpflege. Die Szene wirkt still und konzentriert; gerade die Zurückhaltung macht ihre Spannung aus. Statt idealer Schönheit interessiert Degas hier die Beobachtung von Haltung, Linie und Licht.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand um 1891/1892, in einer Phase, in der Degas intensiv mit Druckgrafik arbeitete. Die im Metropolitan Museum of Art bewahrte Fassung ist als Lithographie, Transfer und Kreide auf Büttenpapier ausgeführt und gehört zu einer Werkgruppe, in der der Künstler den weiblichen Akt in wechselnden Ansichten untersuchte. Die Technik erlaubt weiche Übergänge und zugleich eine ungewöhnliche Direktheit des Strichs.

Bildkomposition und Details

  • Figur: Der Körper ist in einer leicht gedrehten, gebeugten Pose erfasst, was dem Bild eine intime, fast beiläufige Wirkung gibt.
  • Tonwerte: Beige-, Grau- und Ockertöne bestimmen die Oberfläche und lassen die Form aus feinen Abstufungen entstehen.
  • Blickführung: Degas lenkt den Blick ohne spektakuläre Gesten auf Rücken, Schultern und die geschlossene Raumwirkung.
  • Technik: Lithographie und Kreide verschmelzen zu einem weichen, stofflichen Bildgrund, der die Zeichnung lebendig hält.

Bedeutung

„Nach dem Bad“ steht exemplarisch für Degas’ modernes Verständnis des Figurenbildes: Das Private wird zum Gegenstand präziser künstlerischer Beobachtung. Gerade die Verbindung von Intimität und formaler Strenge macht den Reiz dieses Blattes aus.

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