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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Nach dem Bade“

Edgar Degas zeigt in „Nach dem Bade“ keinen repräsentativen Akt, sondern einen beiläufigen, privaten Augenblick. Die Frau ist beim Abtrocknen dargestellt; die Szene wirkt still, konzentriert und ungewöhnlich direkt. Gerade diese Mischung aus Intimität und formaler Distanz macht das Werk so charakteristisch für den späten Degas.

Entstehungshintergrund

Das Bild entstand 1896, in einer Phase, in der sich Degas intensiv mit Badenden und Frauen im Interieur beschäftigte. Das in Öl auf Leinwand ausgeführte Werk gehört in den Zusammenhang seiner späten Aktdarstellungen, die weniger das ideale Schönheitsbild als Bewegung, Haltung und Wahrnehmung untersuchen. Heute befindet es sich im Philadelphia Museum of Art.

Bildkomposition und Details

  • HaltungDie leicht gedrehte, in sich gekehrte Körperhaltung bestimmt die Wirkung des Bildes und lenkt den Blick auf die Bewegung des Trocknens.
  • RaumDer Innenraum bleibt knapp angedeutet und rückt die Figur als zentrales Motiv in den Vordergrund.
  • FarbigkeitGedämpfte Beige-, Braun- und Ockertöne prägen die Oberfläche und verleihen der Szene eine warme, zurückhaltende Atmosphäre.
  • MalweiseDegas arbeitet mit verdichteten Pinselzügen und einer souveränen Vereinfachung der Formen, wodurch das Bild skizzenhaft und zugleich geschlossen wirkt.

Bedeutung

„Nach dem Bade“ verbindet die Beobachtung des Alltäglichen mit einer modernen, unpathetischen Sicht auf den Akt. Das Werk zeigt, wie Degas den weiblichen Körper nicht als idealisierte Figur, sondern als Teil eines flüchtigen, realen Moments versteht.

Beratung und individuelle Anfragen

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