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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Nach dem Regen“

„Nach dem Regen“ gehört zu jenen Landschaften von Gustav Klimt, in denen Natur nicht bloß abgebildet, sondern in eine dichte, beinahe ornamentale Ordnung überführt wird. Das hochformatige Bild zeigt einen stillen Garten- und Wiesenraum mit Obstbäumen und Hühnern; die Szene wirkt zugleich beobachtet und in Stimmung aufgelöst.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1898, in einer Phase des stilistischen Aufbruchs, als Klimt sich zunehmend von der akademischen Historienmalerei löste und neue Ausdrucksformen suchte. Als Öl auf Leinwand verbindet das Bild sorgfältige Naturbeobachtung mit einer kompakten, vertikalen Komposition. Überliefert ist die Arbeit heute in der Österr. Galerie im Belvedere in Wien.

Bildkomposition und Details

  • Hochformat:Der schmale Bildausschnitt verdichtet die Landschaft und lenkt den Blick entlang der Baumstämme in die Tiefe.
  • Vegetation:Blätter, Wiese und feuchte Erde bilden ein enges Geflecht, das die Szene fast flächig wirken lässt.
  • Farbigkeit:Vorherrschend sind Grün- und Brauntöne, die durch helle Lichtstellen und dunklere Akzente gegliedert werden.
  • Motivbalance:Die Tiere bleiben klein im Bildraum und verstärken die Ruhe einer alltäglichen, unbeobachtet wirkenden Naturwelt.

Bedeutung

Das Gemälde zeigt, wie Klimt Landschaft als eigenständiges künstlerisches Thema ernst nahm und zugleich in eine symbolisch aufgeladene Bildsprache überführte. Die scheinbar einfache Szene gewinnt dadurch eine besondere Dichte: Nach dem Regen erscheint Natur als stiller, geordneter und doch lebendiger Erfahrungsraum.

Beratung und individuelle Anfragen

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