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Weitere Informationen zu: Albrecht Dürers „Nürnbergerin im Tanzkleid“

Die Zeichnung zeigt eine vornehm gekleidete Frau in höfisch-bürgerlicher Tanztracht und verbindet Modebeobachtung mit präziser Charakterisierung. Gerade die stille Frontalität und die feine Linienführung machen „Nürnbergerin im Tanzkleid“ zu einem eindrucksvollen Zeugnis der deutschen Renaissance.

Entstehungshintergrund

Albrecht Dürer schuf das Blatt 1500 als Federzeichnung mit Wasserfarben; heute wird es in der Albertina in Wien aufbewahrt. Das Werk gehört in jene Phase, in der Dürer die Darstellung des Menschen mit großer Genauigkeit erforschte. Die handschriftliche Notiz des Künstlers verweist zudem auf sein Interesse an Kleidung, Sitte und sozialer Erscheinung.

Bildkomposition und Details

  • FigurDie Frau steht nahezu streng frontal und ist klar vom Hintergrund gelöst, wodurch ihre Silhouette besonders deutlich hervortritt.
  • GewandDas Tanzkleid ist mit großer Sorgfalt beschrieben; Falten, Ärmel und Stofflagen geben dem Blatt seinen modischen und dokumentarischen Reiz.
  • FarbigkeitDürer arbeitet mit zurückhaltenden Braun-, Beige- und Ockertönen, die der Zeichnung Wärme verleihen, ohne die Linienführung zu überdecken.
  • WirkungZwischen Porträt, Kostümstudie und sozialem Kommentar entsteht ein Bild von stiller Präsenz und genauer Beobachtung.

Bedeutung

Das Blatt ist mehr als eine Modezeichnung: Es zeigt, wie eng Dürer künstlerische Präzision und Interesse an gesellschaftlicher Wirklichkeit verband. In der Konzentration auf Kleidung und Haltung wird die Frau zugleich als Einzelperson und als Vertreterin ihrer Zeit sichtbar.

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