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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Plakat für die I. Ausstellung der Secession“

Das Blatt gehört zu den Schlüsselwerken des Wiener Jugendstils. Gustav Klimt verbindet hier antike Mythologie mit der neuen Sprache des Plakats: frontal, dekorativ und von großer symbolischer Klarheit. Gerade die Mischung aus Heldengestus, Censur-Geschichte und künstlerischer Selbstbehauptung macht das Werk so markant.

Entstehungshintergrund

1897 entstand das Plakat zur ersten Ausstellung der Wiener Secession, jener Künstlervereinigung, die sich bewusst von den akademischen Konventionen lösen wollte. Klimt wählte dafür die Lithographie als reproduzierbares Medium, das für ein Ausstellungsplakat besonders geeignet war. Die zensierte Fassung des Motivs zeigt, wie provokant das Blatt auf seine Zeitgenossen wirkte.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Die Figuren sind streng auf die Bildfläche bezogen, was dem Plakat eine fast monumentale Präsenz gibt.
  • Mythologisches Motiv:Theseus und der Minotaurus verweisen auf den antiken Stoff und auf den Sieg des Helden über das Ungeheuer.
  • Farbwirkung:Gold- und Blautöne prägen den Eindruck und verstärken den dekorativen, eleganten Charakter des Blattes.
  • Typografie:Schrift und Bild sind eng verzahnt; damit wird das Plakat selbst zum künstlerischen Gesamtkunstwerk.

Bedeutung

„Plakat für die I. Ausstellung der Secession“ steht für den Aufbruch der Moderne in Wien. Das Werk zeigt, wie Klimt antike Bildthemen, ornamentale Gestaltung und moderne Reklamesprache zu einer neuen, selbstbewussten Kunstform verbindet.

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