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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Schwebende mit ausgestrecktem linken Arm“

Die Zeichnung zeigt eine schwebend wirkende Frauenfigur, deren Körper in einer spannungsvollen, fast tänzerischen Haltung angelegt ist. Gerade die Kombination aus zarter Linienführung und freier Raumwirkung macht das Blatt zu einer charakteristischen Klimt-Studie um 1900.

Entstehungshintergrund

„Schwebende mit ausgestrecktem linken Arm“ entstand 1900/01 als Studie für die erste Fassung von „Medizin“, einem der Fakultätsbilder für die Wiener Universitätsaula. Gustav Klimt arbeitete in dieser Phase intensiv an Figurenentwürfen, die zwischen Naturbeobachtung und dekorativer Stilisierung vermitteln. Das Blatt befindet sich heute in der Albertina in Wien und gehört damit zu einem wichtigen Kontext der Wiener Moderne.

Bildkomposition und Details

  • Figur: Die Körperhaltung ist lang gezogen und offen angelegt; der ausgestreckte Arm bestimmt die Bewegung des Blattes.
  • Linie: Klimt setzt die schwarze Kreide präzise ein, um Kontur, Haltung und Rhythmus der Figur herauszuarbeiten.
  • Raum: Der helle Papiergrund bleibt weitgehend unberührt und verstärkt den Eindruck von Schweben und Leichtigkeit.
  • Kontext: Als Studie für „Medizin“ verbindet das Blatt akademische Vorbereitung mit dem Stilgefühl des Jugendstils.

Bedeutung

Die Zeichnung zeigt exemplarisch, wie Klimt den menschlichen Körper in eine formale, beinahe ornamentale Bildsprache überführt. Gerade diese Spannung zwischen Beobachtung und Abstraktion macht „Schwebende mit ausgestrecktem linken Arm“ kunsthistorisch so reizvoll.

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