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Weitere Informationen zu: Vincent van Goghs „Schwertlilien“

Ein Garten voller Leben am Beginn einer schweren Zeit

„Schwertlilien“ (Iris) aus dem Mai 1889 zählt zu den beliebtesten Blumenbildern Van Goghs. Das Werk besticht durch sein leuchtendes Violett-Blau und die lebendige, fast tänzerische Anordnung der Blüten.

Entstehungshintergrund: Die erste Woche in Saint-Rémy

Van Gogh malte die Schwertlilien in den ersten Tagen nach seiner Aufnahme in die Heilanstalt von Saint-Rémy-de-Provence – noch bevor ihn dort die schwersten Krisen ereilten. Der Garten der Anstalt lieferte ihm reichlich Motive, und er stürzte sich geradezu in die Arbeit, um sich abzulenken und zu stabilisieren.

Bildkomposition und versteckte Details

  • Die eine weiße Iris: Inmitten der blauen Blüten steht eine einzelne weiße Schwertlilie – ein vieldeutiges Motiv, das oft als Sinnbild für das Anderssein gedeutet wird.
  • Japanischer Einfluss: Die kräftigen Konturen, der angeschnittene Bildausschnitt und die flächige Komposition verraten Van Goghs Bewunderung für japanische Holzschnitte.
  • Bewegte Blätter: Die geschwungenen, schwertförmigen Blätter geben dem Bild seinen rhythmischen Schwung und seinen Namen.

Rekordverkauf und Verbleib

1987 wurde eine Fassung der „Schwertlilien“ bei einer Auktion für rund 53,9 Millionen US-Dollar versteigert und war damals eines der teuersten je verkauften Gemälde. Heute gehört das Werk zur Sammlung des J. Paul Getty Museums in Los Angeles.

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