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Weitere Informationen zu: Albrecht Dürers „Selbstbildnis“

Das Blatt zeigt Dürer in einer streng konzentrierten Selbstdarstellung, die weniger auf äußere Wirkung als auf geistige Präsenz zielt. Gerade die sparsame Radierung erzeugt eine eindringliche Nähe und macht das Werk zu einem Schlüsselbild der frühneuzeitlichen Künstleridentität.

Entstehungshintergrund

Das „Selbstbildnis“ entstand 1525, in einer Zeit, in der Albrecht Dürer bereits zu den renommiertesten Künstlern des deutschsprachigen Raums zählte. Die Radierung gehört in den Kontext seines graphischen Spätwerks und zeigt die souveräne Beherrschung des Mediums. Ein Exemplar befindet sich heute in der National Gallery of Art in Washington.

Bildkomposition und Details

  • Linienführung:Die Darstellung ist aus feinsten, präzisen Strichen aufgebaut; die Modellierung entsteht fast ausschließlich aus der Linie.
  • Kontrast:Schwarz und Weiß bestimmen den Gesamteindruck und verleihen dem Porträt eine sachliche, fast asketische Strenge.
  • Blick und Haltung:Der ruhige, direkte Blick bindet den Betrachter ein und betont den selbstbewussten Charakter der Darstellung.
  • Renaissance-Idee:Das Werk rückt den Künstler als individuelles, geistig reflektiertes Subjekt in den Mittelpunkt.

Bedeutung

Das Blatt ist mehr als ein Porträt: Es formuliert ein frühes Bild des Künstlers als autonomen Schöpfer. In seiner Klarheit und Disziplin wirkt das „Selbstbildnis“ bis heute modern und zugleich tief in der Renaissance verwurzelt.

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