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Weitere Informationen zu: Albrecht Dürers „Selbstbildnis, daneben die linke Hand Dürers, darunter ein Kissen“

Das frühe Selbstbildnis zeigt Albrecht Dürer als jungen Künstler mit aufmerksamem, fast prüfendem Blick. Die Zeichnung wirkt still und unmittelbar zugleich; gerade diese Zurückhaltung macht ihren Reiz aus und verweist auf den hohen Rang des Selbstporträts in der Renaissance.

Entstehungshintergrund

Entstanden um 1490, gehört das Blatt in Dürers frühe Nürnberger Jahre und dokumentiert sein wachsendes Interesse an der eigenen Person als künstlerischem Sujet. Die Federzeichnung arbeitet mit sparsamen Mitteln, doch mit außerordentlicher Präzision. Überliefert ist das Werk heute in der Sammlung des Museums für ausländische Kunst in Riga.

Bildkomposition und Details

  • Konzentrierter Blick: Das Gesicht ist eng geführt und dominiert das Blatt, wodurch die psychologische Präsenz unmittelbar spürbar wird.
  • Feine Linienführung: Dürer modelliert Haar, Konturen und Schatten mit sicherer Federarbeit statt mit malerischer Fläche.
  • Reduzierte Farbigkeit: Die Brauntöne und dunklen Akzente verleihen dem Blatt eine ruhige, sachliche Wirkung.
  • Intimes Detail: Die neben dem Porträt sichtbare Hand und das Kissen verstärken den Charakter einer privaten, sorgfältig beobachteten Studie.

Bedeutung

„Selbstbildnis, daneben die linke Hand Dürers, darunter ein Kissen“ zeigt bereits den Künstler als bewusste, reflektierte Persönlichkeit. Das Werk verbindet handwerkliche Disziplin mit einer neuen, sehr modernen Form der Selbstinszenierung.

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