- Originaltitel
- Self-Portrait in a Cap, Wide-Eyed and Open-Mouthed
- Entstehungsjahr
- 1630
- Technik
- Radierung und Kaltnadel auf Papier
- Originalmaße
- 5 × 7 cm
- Museum
- New York, Morgan Library & Museum
Self-Portrait in a Cap, Wide-Eyed and Open-Mouthed - Rembrandt Harmenszoon van Rijn
Rembrandt Harmensz. van Rijn
Rembrandt van Rijn
Rembrandt zeigt sich in "Selbstbildnis in einer Mütze, mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund" nicht als repräsentativen Meister, sondern als suchenden Beobachter seiner selbst. Das kleine Blatt lebt von der unmittelbaren, fast experimentellen Wirkung: Der Kopf tritt aus einem zurückhaltend dunklen Umfeld hervor, während Mimik und Blick in Sekundenbruchteilen erfasst scheinen. Gerade diese Mischung aus Spontaneität und psychologischer Schärfe macht die Radierung so eindringlich. Die sparsame, aber präzise Linienführung lenkt den Blick auf Augen, Mund und die leicht seitlich gedrehte Kopfform. Durch die Konzentration auf das Gesicht entsteht ein intensiver, ungeschönter Charakterzug, der typisch für Rembrandts frühe Selbstbildnisse ist und bereits seine Faszination für Rollen, Ausdruck und Wahrnehmung erkennen lässt.