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Weitere Informationen zu: Vincent van Goghs „Selbstbildnis mit grauem Filzhut“

Ein Selbstporträt im Strudel der Pinselstriche

Das „Selbstbildnis mit grauem Filzhut“ (Zelfportret met grijze vilthoed) entstand im Winter 1887/88 während Van Goghs Pariser Jahre und gehört zu seinen eindrucksvollsten Selbstdarstellungen. Der Künstler blickt den Betrachter direkt und durchdringend an.

Entstehungshintergrund: Paris und der Aufbruch zur Farbe

In Paris kam Van Gogh in Kontakt mit den Impressionisten und Neoimpressionisten. Der Einfluss von Georges Seurat und Paul Signac ist deutlich spürbar: Die Farbe ist in kurze, gerichtete Striche und Punkte aufgelöst, die sich strahlenkranzartig um den Kopf legen.

Bildkomposition und versteckte Details

  • Der Strahlenkranz: Die Pinselstriche im Hintergrund verlaufen radial nach außen und verleihen dem Kopf eine fast vibrierende Energie.
  • Komplementärfarben: Orange-Töne im Bart treffen auf das Blau des Hintergrunds – ein bewusster Kontrast, der das Gesicht zum Leuchten bringt.
  • Der durchdringende Blick: Die intensive Selbstbeobachtung macht das Bild zu einem psychologischen Dokument.

Warum so viele Selbstporträts?

Van Gogh schuf über dreißig Selbstporträts – nicht aus Eitelkeit, sondern aus Notwendigkeit: Modelle konnte er sich kaum leisten, und so wurde er selbst zum geduldigsten Studienobjekt. Diese Bilder dokumentieren zugleich seine rasante künstlerische Entwicklung. Das Werk gehört zum Bestand des Van Gogh Museums in Amsterdam.

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