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Weitere Informationen zu: Rembrandts „Selbstbildnis mit offenem Mund und aufgerissenen Augen“

Das kleine Blatt gehört zu den eindrucksvollsten frühen Selbstbeobachtungen Rembrandts. Mit weit geöffneten Augen und leicht offenem Mund wirkt das Gesicht beinahe erschrocken; gerade diese Unmittelbarkeit macht den Reiz der Radierung aus. Trotz des winzigen Formats entfaltet sich eine starke psychologische Präsenz.

Entstehungshintergrund

Die Radierung entstand 1630, in Rembrandts Leidener Zeit, als er sich intensiv mit Ausdrucksstudien und der Wirkung der Druckgrafik beschäftigte. Das Blatt ist unter dem Titel „Self-Portrait with Eyes Wide Open“ bekannt und gehört zu den frühen Arbeiten, in denen der Künstler sein Gesicht als Experimentierfeld für Mimik und Licht einsetzt. Die Technik der Radierung erlaubt dabei feinste Abstufungen zwischen Linie, Fläche und Dunkelheit.

Bildkomposition und Details

  • Nahsicht:Das Gesicht ist sehr eng angeschnitten und dominiert die Bildfläche vollständig.
  • Mimik:Die weit aufgerissenen Augen und der geöffnete Mund erzeugen Spannung zwischen Überraschung und Furcht.
  • Kontrast:Feine schwarze Linien und helle Papierflächen prägen die Wirkung des Blattes.
  • Studiencharakter:Das Selbstbildnis wirkt wie eine konzentrierte Untersuchung von Ausdruck und Wahrnehmung.

Bedeutung

Rembrandt zeigt hier nicht Selbstdarstellung im repräsentativen Sinn, sondern eine fast schon forschende Annäherung an das eigene Gesicht. Das Werk ist deshalb zugleich persönlich und exemplarisch: Es macht sichtbar, wie Barockkunst Emotion, Körper und Seelenzustand in ein dichtes Bild verwandelt.

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