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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Selbstporträt“

In diesem frühen „Selbstporträt“ begegnet uns Edgar Degas mit ernstem, fast prüfendem Blick. Das enge Porträtformat verdichtet die Szene auf Gesicht und Ausdruck; gerade diese Zurückhaltung macht das Bild so eindringlich.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1857/58, in einer Phase, in der Degas noch am Beginn seiner Laufbahn stand und seine Porträtauffassung schärfte. Das Motiv ist mit Öl auf Papier ausgeführt und auf Leinwand montiert, eine Technik, die dem kleinen Bild eine besondere Dichte verleiht. Der heutige Verbleib wird nicht gesichert öffentlich ausgewiesen, daher ist Privatbesitz die naheliegende Angabe.

Bildkomposition und Details

  • Konzentrierter KopfDer Bildausschnitt ist eng gewählt; der Blick richtet sich nicht frontal, sondern leicht abgewandt nach innen.
  • Reduzierte FarbigkeitBraun- und Schwarztöne bestimmen den Gesamteindruck und unterstreichen die ruhige, ernste Stimmung.
  • Psychologische PräsenzDegas interessiert hier weniger das repräsentative Selbstbild als die individuelle Verfassung des Dargestellten.
  • Frühe HandschriftDie Arbeit zeigt bereits jene Verbindung aus präziser Beobachtung und malerischer Zurückhaltung, die Degas später auszeichnet.

Bedeutung

„Selbstporträt“ ist ein aufschlussreiches Zeugnis des jungen Degas: kein repräsentatives Künstlerbild, sondern eine still beobachtete Selbsterkundung. Gerade diese Unmittelbarkeit macht den Reiz des Werks aus.

Beratung und individuelle Anfragen

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