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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Selbstporträt oder 'Degas Saluant'“

Edgar Degas inszeniert sich in diesem frühen Selbstbildnis mit bemerkenswerter Zurückhaltung und zugleich sicherem Auftreten. Die Figur wirkt fast beiläufig erfasst, doch gerade die Handschuhe, der Hut und der direkte Blick geben dem Bild eine präzise, selbstbewusste Note.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1863 und gehört damit in Degas’ frühe Schaffensphase, in der er seine Bildsprache zwischen akademischer Zeichengenauigkeit und moderner Beobachtung entwickelte. Das Ölbild befindet sich heute im Museu Calouste Gulbenkian in Lissabon. Die sorgfältige Ausarbeitung der Figur und die zurückgenommene Palette verweisen auf Degas’ Interesse an Erscheinung, Haltung und sozialer Rolle.

Bildkomposition und Details

  • Halbfigur:Degas zeigt sich in Dreiviertelansicht, wodurch die Gestalt kompakt und zugleich in Bewegung wirkt.
  • Gestik:Die Hände in den Hosentaschen und die Handschuhe betonen eine kontrollierte, fast lässige Pose.
  • Farbigkeit:Braun- und Schwarztöne bestimmen den Gesamteindruck; sie verdichten die Figur vor hellem Grund.
  • Blick:Der aus dem Bild gerichtete Blick schafft Distanz und macht das Porträt unmittelbar präsent.

Bedeutung

"Selbstporträt oder 'Degas Saluant'" ist weniger ein intimes Bekenntnis als eine reflektierte Selbstdarstellung des Künstlers. Gerade diese Mischung aus Zurückhaltung und Selbstinszenierung macht das Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis des modernen Porträts im 19. Jahrhundert.

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