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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Sich den rechten Schenkel abtrocknende Frau“

Edgar Degas hält in „Sich den rechten Schenkel abtrocknende Frau“ einen privaten Augenblick mit großer formaler Präzision fest. Das Motiv wirkt beiläufig und zugleich streng komponiert: Körper, Tuch und Blickrichtung fügen sich zu einer konzentrierten Studie von Bewegung und Intimität.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand um 1886 und gehört in Degas’ spätere Auseinandersetzung mit dem weiblichen Akt, den er häufig aus ungewöhnlichen, fast unbeobachteten Perspektiven darstellte. Die Arbeit in Pastell auf Karton ermöglicht die charakteristische Verbindung aus zeichnerischer Direktheit und weicher Farbmodellierung. Heute befindet sich das Werk in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea in Rom.

Bildkomposition und Details

  • Perspektive:Die Figur ist so angeschnitten und gedreht, dass der Bildraum eng und intim wirkt.
  • Farbigkeit:Beige-, Braun- und Ockertöne bestimmen den Gesamteindruck und verstärken die warme, gedämpfte Stimmung.
  • Bewegung:Das Handtuch und die gebogene Körperhaltung lenken den Blick auf den Akt des Abtrocknens.
  • Materialität:Das Pastell erzeugt samtige Übergänge, die Haut und Oberfläche fein differenzieren.

Bedeutung

Degas verbindet hier Alltagsbeobachtung mit einer modernen, nicht idealisierenden Sicht auf den menschlichen Körper. Gerade die Zurückhaltung des Moments macht das Werk zu einer eindringlichen Studie über Intimität, Wahrnehmung und die Bedingungen des Sehens.

Beratung und individuelle Anfragen

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