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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Sich vorwärts bewegende Tänzerin, die Arme erhoben“

Edgar Degas gehört zu den prägendsten Beobachtern des modernen Lebens, und auch diese Bronze lebt ganz aus der konzentrierten Bewegung. Die Tänzerin wirkt nicht dekorativ, sondern wie in einem flüchtigen Augenblick erfasst: angespannt, ausbalanciert und zugleich anmutig.

Entstehungshintergrund

Die Skulptur entstand um 1885/90 in einer Phase, in der Degas seine Ballettstudien intensivierte und immer stärker mit plastischen Formen arbeitete. Das Werk im Musée Cantonal des Beaux-Arts in Lausanne ist als Bronze im Wachsausschmelzverfahren gegossen und gehört zu jener Werkgruppe, in der der Künstler Bewegung nicht nur zeichnerisch, sondern körperlich im Raum untersucht.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Der vorgeschobene rechte Fuß und die erhobenen Arme erzeugen eine diagonale Spannung, die den Blick sofort durch die Figur führt.
  • Oberfläche: Die Bronze ist nicht glatt, sondern lebendig modelliert; Licht bricht sich auf den Partien des Körpers und steigert die Plastizität.
  • Raumwirkung: Als Vollplastik ist die Figur rundum lesbar und entfaltet je nach Standpunkt wechselnde Konturen und Silhouetten.
  • Motiv: Degas interessiert weniger das Porträt einer bestimmten Tänzerin als der Moment körperlicher Konzentration im Ballett.

Bedeutung

„Sich vorwärts bewegende Tänzerin, die Arme erhoben“ verbindet die genaue Beobachtung des realen Körpers mit einer modernen Auffassung von Bewegung als Augenblicksform. Gerade darin liegt die anhaltende Wirkung dieser Skulptur: Sie zeigt nicht Stillstand, sondern ein Werden im Raum.

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