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Weitere Informationen zu: Gustav Klimts „Studie zu Die Jungfrau“

Die Zeichnung zeigt eine sitzende weibliche Aktfigur in einer Haltung stiller Erschöpfung. Gustav Klimt verdichtet das Motiv auf eine elegante Linienstudie, in der Körperhaltung und seelische Verfassung eng miteinander verschmelzen.

Entstehungshintergrund

„Studie zu Die Jungfrau“ entstand 1913 als Bleistiftzeichnung auf Papier und gehört in Klimts späte Schaffensphase. Das Blatt steht im Umfeld seiner figürlichen Entwürfe und verweist auf die sorgfältige Vorbereitung großformatiger Kompositionen. Heute befindet es sich in der Sammlung Würth in Künzelsau.

Bildkomposition und Details

  • Haltung:Die Frau sitzt geschlossen und den Kopf in die Hand gestützt; die Geste prägt die gesamte emotionale Wirkung.
  • Zeichnung:Klimt arbeitet mit sparsamer, aber sicherer Bleistiftlinie, die Konturen klar fasst und dennoch weich wirken lässt.
  • Reduktion:Ohne dekorativen Hintergrund konzentriert sich das Blatt ganz auf Figur, Proportion und Ausdruck.
  • Stimmung:Der Verzicht auf Farbe verstärkt den Eindruck von Melancholie und innerer Sammlung.

Bedeutung

Die Studie macht sichtbar, wie Klimt selbst in einer einfachen Zeichnung Spannung, Sinnlichkeit und psychologische Tiefe verbindet. Als Werk der Wiener Moderne ist sie ein eindrucksvolles Beispiel für die Verwandlung des klassischen Aktes in eine moderne, innere Bildform.

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