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Weitere Informationen zu: Edgar Degass „Tänzerin von hinten gesehen und drei Fußstudien“

In dieser Zeichnung verlegt Edgar Degas den Schwerpunkt weg von der großen Pose hin zur Beobachtung des Körpers im Arbeitsprozess. Die Rückenansicht der Tänzerin und die drei separat notierten Fußstudien machen aus dem Blatt eine präzise Untersuchung von Haltung, Gleichgewicht und Bewegung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1878, in einer Phase, in der Degas seine Pariser Tänzerinnen mit besonderer Konsequenz studierte. Pastell und schwarze Kreide auf blau-grauem Papier erlauben ihm eine Mischung aus zeichnerischer Strenge und farbiger Sensibilität; das Blatt befindet sich heute in der National Gallery of Art in Washington.

Bildkomposition und Details

  • Motiv:Die Tänzerin ist von hinten gesehen, wodurch der Blick nicht ins Gesicht, sondern auf Körperhaltung und Bewegung gelenkt wird.
  • Studiencharakter:Die drei Fußstudien ergänzen die Hauptfigur und zeigen Degas’ Interesse an der Anatomie des Tanzes.
  • Farbigkeit:Das blau-graue Papier bildet einen kühlen Grund, auf dem Pastell und Kreide fein aufleuchten.
  • Komposition:Der freie, skizzenhafte Aufbau wirkt spontan, bleibt aber in seiner Ordnung höchst kontrolliert.

Bedeutung

„Tänzerin von hinten gesehen und drei Fußstudien“ ist ein typisches Beispiel für Degas’ moderne Auffassung von Zeichnung als Beobachtung und Analyse. Gerade die Konzentration auf ein scheinbar nebensächliches Detail macht den Reiz des Blattes aus und verleiht ihm eine stille, dauerhafte Spannung.

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